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Landesweiter Elternprotesttag

Treffen: 11:45 vor der Liebigschule (Einfahrt zum LehrerInnen-Parkplatz)

Wir werden uns an diesem Tag am landesweiten Elternprotest beteiligen. Der Aktionstag wird durch Offenbacher Elternbeiräte koordiniert. Weitere Informationen findet Ihr unter www.elternprotest2007.de

Folgende Informationen können wir schon heute zur Verfügung stellen.

Hessische Elterninitiative ausgehend vom Kreis Offenbach
Liebe Frau Wolff, lieber Herr Koch:
Hessens Schulpolitik fällt durch den Eltern-TÜV!

Neer . Januar 2008
Achsbruch
Zu große Klassen gefährden den Lernerfolg und verhindern moderne pädagogische Arbeit. Mehr...

Rost an tragenden Teilen
Der Unterricht könnte oft besser sein. Lehrer dürfen nicht als Einzelkämpfer allein gelassen werden. Mehr...

Loch im Tank
Betreuung ist kein Unterricht: Die "Unterrichtsgarantie plus" schafft neue Probleme. Mehr...

Bremsen defekt
Die Fülle an Lernstoff im G8-Gymnasium erdrückt die Schüler. Mehr...

Motorschaden
Mit "schwierigen" Schülern sind viele Lehrer überfordert. Hilfe tut Not. Mehr...

...und noch ein Rad verloren
Nicht alles Neue ist automatisch gut. Schüler dürfen keine Versuchskaninchen sein. Mehr...

Achsbruch

Zu viele Schüler in den Klassen (bis zu 33). Und das häufig in zu kleinen Klassenräumen. Das zwingt die Lehrer zum Frontalunterricht.
Die Folgen:
• Der Lernerfolg ist gefährdet, weil moderne pädagogische Methoden nicht einsetzbar sind.
• Die Zusammenlegung von Klassen bringt Unruhe statt Kontinuität.
• Die individuelle Betreuung der Schüler kommt zu kurz. Der Erziehungsauftrag ist kaum zu erfüllen.
• Das soziale Klima leidet. Eine Gewaltprävention ist kaum zu leisten.
Wir fordern kleine Klassen mit Lerngruppen, die angemessen und effektiv betreut werden können.

Rost an tragenden Teilen

Viele Unterrichtsstunden sind gut. Aber jeder kennt es auch anders: Unterricht mit mangelnder Vorbereitung, unprofessioneller Durchführung und ineffizienter Klassenführung.
Die Folgen:
• Kein ausreichender Lernerfolg.
• Schüler verlieren die Motivation.
• Auch engagierte Lehrer verlieren durch solche "Vorbilder" irgendwann die Lust an der Schule.
Wir fordern eine unterrichtsnahe und unmittelbare Qualitätssicherung des Unterrichts. Pädagogische Methoden müssen in Aus- und Weiterbildung einen höheren Stellenwert erhalten. Lehrer dürfen nicht als Einzelkämpfer allein gelassen werden!


Loch im Tank

An vielen Schulen fällt Unterricht aus, z.B. wegen Krankheit, Klassenfahrten, Fortbildung, Abschlussprüfungen.
Die "Unterrichtsgarantie plus" ist keine Lösung, sondern schafft neue Probleme, denn Betreuung ist kein Unterricht. Die "Garantie" in der 1.-6. Stunde bis Klasse 10 geht auf Kosten des Unterrichts am Nachmittag und in der Oberstufe.
Die Folgen:
• Die Stundentafel wird teilweise nicht erfüllt.
• Der Lernstoff kann nicht oder nicht ausreichend vermittelt werden.
• Eine kontinuierliche Lernhaltung wird nicht aufgebaut.
• Die Prüfungsvorbereitung kommt zu kurz.
• Schulleitungen werden mit Bürokratie belastet, so dass sie sich weniger auf pädagogische Leitung und Personalführung konzentrieren können.
Wir fordern eine Lehrerversorgung, die planbaren Unterrichtsausfall auffängt und eine Reserve für ungeplanten Ausfall enthält, damit der Unterricht ohne Verluste stattfindet!

Bremsen defekt

Die Fülle an Lernstoff im G8-Gymnasium erdrückt die Schüler: Bis zu 35 Stunden pro Woche bei ständig wechselnden Themen. Die Lehrpläne der einzelnen Fächer sind nur unzureichend aufeinander abgestimmt.
Die Folgen:
• Keine Zeit, das Gelernte zu üben und zu vertiefen.
• Keine Zeit für Freizeitaktivitäten, die zur Entfaltung der Persönlichkeit notwendig sind.
• Der Selektionsdruck steigt.
Wir fordern: Die Lehrpläne müssen entrümpelt werden. Die Schüler müssen vor übertriebenem Leistungsdruck geschützt werden, z.B. durch kleinere Klassen!

Motorschaden

Auch in der Regelschule sind Schüler manchmal schwierig. Überlastete und überforderte Lehrer werden damit oft nicht fertig. Sie sind dafür auch nicht ausgebildet.
Die Folgen:
• Der Unterricht wird empfindlich gestört.
• Lernziele werden nicht erreicht.
• Die Klassenführung ist nicht effizient.
• Auch motivierte Schüler werden negativ beeinflusst.
Wir fordern mehr Sozialarbeiter und Sozialpädagogen an den Schulen, damit sich die Lehrer auf einen guten Unterricht konzentrieren können. In Schulklassen mit sozialen Problemen darf eine Doppelbesetzung kein Tabu mehr sein!

...und noch ein Rad verloren

Eine Flut an Neuerungen ist in den letzten Jahren über die Schulen in Hessen hereingebrochen. Damit stehen Politiker in den Medien gut dar. Aber die Schüler werden zu Versuchskaninchen. Lehrer werden durch Arbeitskreise, -gruppen und -sitzungen blockiert. Hektischer Aktionismus kann keine langfristigen Konzepte ersetzen. Die eigentlichen Probleme bleiben ungelöst.
Die Folgen:
• Lehrer werden zwar wissenschaftlich ausgebildet, aber nur ungenügend auf den Schulalltag vorbereitet.
• Sie haben zu wenig Zeit, einen guten Unterricht vorzubereiten.
• Die Qualität des Unterrichts schwankt.
• Die "Unterrichtsgarantie plus" bindet unnötig Kraft, ohne viel zu bewirken.
Wir fordern eine Schulpolitik, die von politischen Strömungen unabhängig ist, sondern von Fachleuten gelenkt wird. Wir fordern eine einheitliche Schulpolitik für alle deutschen Bundesländer. Damit unsere Kinder in der nächsten PISA-Studie vorne sind!

Datum:  17.01.2008
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angefügte Links:

Homepage Elternprotest 2007

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