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Extra Newsletter September 2007

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Editorial:









Editorial:



 



Essen und Trinken hält Leib und Seele
zusammen. Auch an unserer Liebigschule spielt das Thema zur
Zeit
eine große Rolle. Die Diskussionen über aktuelle Entwicklungen von
Kantine und Kaffta 
reißen nicht ab. Hier sind die Tatsachen. Und wir bedanken uns
ausdrücklich bei unseren Autorinnen und Autoren, die uns über alles aufklären,
was wir zum Thema Essen und Trinken an der Liebigschule wissen müssen:
"Mittagessen an der Liebigschule - Ärgernis oder Luxus?", fragt
Andreas Völp; Birgit Mutter geht es um das Thema "Wer bezahlt die
Rechnung?" und thematisiert "Frechheiten der Landesregierung".
Rosa Maria Kampfmann beschreibt eine "unendliche Geschichte" ganz
anderer Art und appelliert an die Eltern, mitzuhelfen und sich zu engagieren.
Grund genug für  unser class=SpellE>E-News-Extra zum Thema "Essen und Trinken an der
Liebigschule". Und wir lernen: "Öko" ist nicht gleich
"teuer" oder "langweilig" - ganz im Gegenteil... style='mso-spacerun:yes'>     



 



1. style='font:7.0pt "Times New Roman"'>       Mittagessens-Ausgabe
an der Liebigschule - Ärgernis oder Luxus?



"Warum bekommt mein Sohn oder meine Tochter in der
Liebigschul-Kantine nicht gleich vom ersten Tag nach den Sommerferien an ein
warmes Mittagessen? In der XY-Schule geht das doch auch!" Diese und
ähnliche Fragen ergießen sich seit dem Ferienende fast täglich über das
kompetente und freundliche "Service-Team" im Schulsekretariat.



Das Mittagessensangebot an Frankfurts öffentlichen
Schulen ist bekanntlich ein Novum. Privatschulen wie die Anna-Schmidt-Schule
bieten seit Jahren Mittagessen an. Mit dem Schulgeld wird dort von vornherein
das Mittagessen für jeden Schultag mit bezahlt - ganz egal, ob eine Schülerin /
ein Schüler  dann tatsächlich isst oder
nicht.



Deshalb gibt es dort vom ersten Tag an Essen für alle.



In der Liebigschule hat man sich für einen
grundsätzlich anderen Weg entschieden: Schülerinnen und Schüler haben die
Möglichkeit, je nach individuellem Bedarf und Stundenplan nur an bestimmten
Wochentagen zu essen und an anderen nicht. Bezahlt werden dann natürlich auch
nur die Tage, für die man tatsächlich Essen gebucht hat. Das ist flexibler für
die EsserInnen und organisatorisch aufwendiger für
den Kantinenbetrieb.



Das "Liebig-Modell" setzt voraus, dass die class=SpellE>SchülerInnen auch tatsächlich angeben können, wann sie
essen möchten. Dazu ist es erforderlich, dass der Stundenplan endgültig steht
und dass die Einwahlen in das Nachmittagsangebot erfolgt sind. Das dauert
erfahrungsgemäß ca. drei Wochen ab dem Ende der Sommerferien. Wenn dann die
Tage ausgezählt sind, an denen man essen möchte, benötigt der class=SpellE>Caterer noch ca. eine Woche Vorlauf, um das benötigte
Angebot auch tatsächlich bereitzustellen.



Fazit: Die Liebigschul-Kantine bietet den
"Luxus", sich seinen "Essensplan" individuell nach Bedarf
zusammenstellen zu können und auch nur dafür zu bezahlen. Ein paar Wochen
Verzögerung nach den Sommerferien sind der Preis dafür.



Der Essensbetrieb in der Schulkantine wird übrigens
voraussichtlich ab dem 21. September wieder aufgenommen.



 



Andreas Völp



 



 



2. style='font:7.0pt "Times New Roman"'>       Wer
bezahlt die Rechnung?



Als Mitglied der "Gruppe Mittagessen" an der
Liebigschule möchte ich zunächst dem in der Elternschaft style='mso-spacerun:yes'>  kursierenden Gerücht widersprechen, der class=SpellE>Caterer wäre pleite oder die Ein-Euro-Jobber hätten gekündigt.
Aber es ist richtig, dass unsere Gruppe seit Schulbeginn richtig gut
beschäftigt war, denn wir mussten eine Regelung für die gestiegenen Kosten des
warmen Mittagessens finden.



Das Einzelessen kostet jetzt 4,50 statt bisher 4,30
Euro.  In diesem Preis enthalten sind die
"reinen" Menükosten inkl. MwSt. von 3,15 Euro. Die Anmeldebogen
wurden am Freitag von den Klassenlehrern ausgegeben. Die verbindliche
Anmeldung, inklusive der Einzugsermächtigung, ist bis spätestens Mittwoch, den
12.09.2007 im Sekretariat abzugeben - Beginn des Essens ist der
21.09.2007.  Die grundsätzlichen Fragen
zur Preisgestaltung entnehmen Sie bitte dem Beiblatt! Die Berechnung des
monatlich abzubuchenden Preises erfolgte durch die Schule, die das vorhandene
mathematische Wissen und Geschick (Dr. Kexel/Mathematik) dafür zur Verfügung
gestellt hat.



Der Preis für das Mittagessen wird momentan von der
Liebigschule subventioniert, d.h. aus dem Schulbudget werden Landesmittel für
das Ganztagsangebot zur Deckung der Essensausgabe und style='mso-spacerun:yes'>  der Verwaltungskosten eingesetzt. Darüber
hinaus wird die Abrechnung der Essenskosten vorübergehend ehrenamtlich von
der  Mittagessensgruppe übernommen. In
diesem Zusammenhang, liebe Eltern, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung!
Wer kann uns bei der Verwaltung des Vereinskontos behilflich sein oder
Ansprechpartner nennen?



Das Zentrum für Weiterbildung aus Frankfurt-Hausen wird
weiterhin die Essensausgabe im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme für
arbeitslose Jugendliche organisieren. Die Jugendlichen werden von einer
Fachkraft angeleitet. Ziel dieser von der Arbeitsagentur geförderten Maßnahme
ist es, die Jugendlichen möglichst in eine Ausbildung oder eine Tätigkeit im
Gastronomiebereich zu vermitteln.



Wir hoffen, dass die durch die Lokalpresse gegangene
Ankündigung über den 1-Euro-Zuschuss der Stadt Frankfurt pro Essen und den
zusätzlichen Zuschuss von 1,50 Euro für Frankfurt-Pass-Inhaber (siehe FR
30.08.07 und 08.09.07 sowie Neue Presse 08.09.2007) kein Lippenbekenntnis
bleibt. Denn ohne die finanzielle oder personelle Unterstützung des
Schulträgers wird das warme Mittagessen an der Liebigschule nicht mehr zu
finanzieren sein. Um die Schülerinnen und Schüler aber nicht
"verhungern" zu lassen, gilt die oben beschriebene Regelung zunächst
bis zu den Weihnachtsferien - bis dahin muss ein alternatives Konzept sowohl
für den Kantinenbetrieb als auch für die Kaffta für
2008 gefunden werden. Wenn es in der Schulgemeinde Eltern gibt, die uns bei
dieser Aufgabe gerne mit guten Ideen unterstützen möchten, laden wir Sie
hiermit herzlichst zur Mitarbeit in unserer Gruppe ein - eine Meldung an das
Schulsekretariat genügt. 



 



Und class=SpellE>jetzt "last but not least"...



Ich sehe es als Frechheit an, wenn der Schulträger
durch Herrn Damian (Referent Bildung) in der Presse verlauten lässt, die Stadt
könne die Kosten für Personal und Energie aus "finanztechnischen"
Gründen nicht übernehmen. Laut href="http://gta.bildung.hessen.de/Richtlinie_GTS_2004_08_01.pdf.pdf">Richtlinie
für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen nach § 15 des Hessischen
Schulgesetzes
stellt der Schulträger nach Ziffer 2.1.2 "sicher,
dass Schülerinnen und Schülern und dem Personal der Schule an allen
Unterrichtstagen mit Nachmittagsangebot ein Mittagessen angeboten werden kann,
und gewährleistet die für ein Essensangebot erforderliche style='mso-bidi-font-weight:bold'>räumliche, sächliche und personelle
Ausstattung der Schule." Damit könnte das Essen an der Liebigschule zu
einem Preis von 3,15 Euro ausgegeben werden - was durchaus als
"kompatibel" mit der Vorgabe der Stadt Frankfurt, dass ein warmes
Mittagessen nicht mehr als 3,00 Euro kosten darf, bezeichnet werden kann.



Wie lange wollen wir uns noch Sand in die Augen streuen
lassen, fangen wir an...schreiben Sie z.B. dutzendweise Leserbriefe... oder einen
persönlichen Brief an den Schulträger...oder lesen Sie im Internet nochmals
nach unter href="http://schulkultur.bildung.hessen.de/ganztagsschule/material/ForderrichtlinieNeuIZBBHES4.pdf">Richtlinie
"Zukunft Bildung und Betreuung"
denn danach sind die
Fördermittel vom Bund für den Ausbau der Schulkantinen zweckgebunden
einzusetzen. Man stelle sich vor, dass die Schulkantine nach den
Weihnachtsferien aus  Kostengründen
geschlossen werden muss und in der Kantine mangels Anmeldungen keine Essensausgabe
mehr erfolgt. Wird die mit Steuermitteln ausgebaute Schulkantine dann noch
ihrem Zweck entsprechend genutzt?



 



Birgit Mutter



 



3. style='font:7.0pt "Times New Roman"'>       Essen
an der Liebigschule - eine unendliche Geschichte



Im September 2005 wurden im Newsletter der Liebigschule
Interessierte zu einem Termin eingeladen, bei dem es um die geplante Kantine
gehen sollte. Es fanden sich ein: Schulleiter Dr. Werner Kexel, Musiklehrer
Frank Kleinschmidt, Chemielehrer Thorsten Schweickhart,
Dagmar Biron und Rosa Maria Kampfmann.



In der Folge hat sich diese Gruppe bis heute 20 (!) Mal
getroffen.



Sie hat den Umbau der Kantine mit begleitet, die
Ausstattung mit ausgewählt, einen Caterer gesucht
(Recherche, Einladung, Vergleich...) und gefunden. Darüber hinaus hat sie mit
dem Stadtschulamt gerungen, dem nach Abschluss aller Verhandlungen noch
einfiel, dass das Essen auf keinen Fall mehr als 3 Euro kosten dürfe (ist auch
nicht so, aktuell sind es 3,15 Euro), der Caterer
bzw. Betreiber noch eine Pacht, die Kosten für Müllentsorgung, Energie und
Reinigung tragen solle, und das Ausgabepersonal sowie die Buchhaltung sollten
inklusive sein.



Dies ist schlicht grober Unfug und wurde auch nach
Intervention des Elternbeirates beim Ortsbeirat und dem Schuldezernat bald
fallengelassen.



Die Stadt Frankfurt hat bis heute kein Konzept und
keine Idee, wer die Ganztagsschulen catern soll und
vor allem für diesen Preis.



An der Liebigschule wird jedoch seit Februar dieses
Jahres leckeres Essen mit einem Bio-Anteil von 70% ausgegeben.



Bei dem Caterer handelt es
sich um den Frankfurter Party-Service aus Fechenheim, der vorher mit Dr. class=SpellE>Hoppe`s Bio-Catering aus Kassel kooperiert hat und neben
der Liebigschule auch die Anna-Schmidt-Schule und die private Kant-Schule mit
Essen versorgt.



Bei dem Team, das das Essen ausgibt, handelt es sich um
einen Ausbilder (Fachkraft aus der Gastronomie) und zwei bis drei Praktikanten
vom Zentrum für Weiterbildung, einem gemeinnützigen Verein, der im Industriehof
ansässig ist.



Die Kosten für das Ausgabepersonal und die Buchhaltung
summieren sich bei der gegenwärtigen Zahl der Essen auf 1,50 Euro pro Essen, so
kommt der aktuelle Preis von 4,50 Euro zustande.



Um diesen konstant zu halten, werden künftig zwei
Mitglieder der "Kantinengruppe" die Buchhaltung übernehmen. Wir
freuen uns jedoch über Mithilfe und Engagement aus Ihren Reihen. Vielleicht
gibt es ja in der Elternschaft Gastronomie-Profis, die uns mit Rat und Tat
unterstützen.



Die Verzögerung zu Schulbeginn ließ sich nicht
vermeiden, da der verbindliche Stundenplan Ihres Kindes erst in der dritten Woche
steht und damit auch die Einwahl in die Ganztagsangebote nicht früher erfolgen
kann.



 



Rosi Kampfmann



 



4. style='font:7.0pt "Times New Roman"'>       class=SpellE>Kaffta - wie geht es weiter?



Das künftige Angebot der Schul-Kaffeteria
(Kaffta) wird in der Liebigschule seit Wochen schon
heiß diskutiert. Fakt ist, dass der Vertrag des bisherigen Pächters zum
November ausläuft und dass ein neuer Betreiber ausgewählt werden muss. Dabei
soll auch das Kaffta-Angebot renoviert und in das
schon in der Kantine erfolgreich praktizierte Konzept der Gesunden Ernährung an
der Liebigschule eingegliedert werden.



Bei einer Diskussionsveranstaltung am 3. September
stieß ein von einer Arbeitsgruppe aus Schüler- und Elternschaft erarbeiteter
Vorschlag für ein künftiges Angebot auf breite Akzeptanz. Der Vorschlag
verbindet leckere Snacks und Speisen und den Wunsch nach gesundem Essen zu
einer offensichtlich für die breite Mehrheit attraktiven Kombination. Diese
Vorschlagsliste finden Sie unter ( href="http://www.seb-liebig.de/files/1189492180.doc">Diskussionspapier Kafta2).
Die Auswahl eines neuen Caterers ist Sache der
Schulkonferenz, in der Vertreterinnen und Vertreter aus Kollegium, Eltern- und
Schülerschaft gemeinsam beraten und entscheiden. Die Schulkonferenz hat in
ihrer letzten Sitzung am 6. September beschlossen, auf der Grundlage der
erarbeiteten "Positivliste" einen neuen Betreiber auszuwählen.



Interessentinnen und Interessenten werden zu einer
Sondersitzung der Schulkonferenz am 25. September eingeladen und können dort
ihre Vorstellungen präsentieren. Zum Ende des bisherigen Pachtvertrags soll
dann auch das neue Angebot "stehen".


 


Andreas Völp


 


 


Das war es für heute zu diesem spannenden
Thema. Wir werden Sie auch weiterhin über die Entwicklung auf dem Laufenden
halten.


Liebe Grüße


Horst Cremer-Gast und Thomas Krenzer


 


 


 


 


 




Datum:  11.09.2007
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Diskussionspapier Kafta2

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