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Newsletter Dezember 2006





Liebe Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Lehrerinnen und Lehrer,



nachstehend gibt es heute wieder die neusten Nachrichten aus dem Umfeld der
Liebigschule:


1. Editorial (von Andreas Völp)


Liebe Leserinnen und Leser der e-News, heute möchte ich mich bei Ihnen noch
einmal ganz herzlich für die treue LeserInnenSchaft (sagt man das so?) und für die
kritisch-wohlwollende Begleitung bedanken, die Sie dem Newsletter und seiner
Redaktions-Crew in den vergangenen vier Jahren haben zuteil werden lassen.
Während all dieser Zeit haben Sie / habt Ihr meine manchmal etwas launigen
"Einwürfe" mit Langmut ertragen und meine vielen Rechtschreib- und Kommafehler
bravourös ignoriert. Selten wurde rumort, wenn ich mal wieder zu langatmig war -
und so will ich mich wenigstens heute kurz fassen: Für mich ist dieser hier ein ganz
besonderer Newsletter, denn es ist mein letzter als "verantwortlicher Redakteur".
Ich gebe den "Stab" hiermit an die ja schon allseits bekannten Kollegen Horst
Cremer-Gast und Thomas Krenzer weiter und bin mir sicher, die beiden können auf
die gleiche Unterstützung bauen, deren ich mich so lange erfreuen durfte. Die
e-News sind in den letzten Jahren nicht nur zu einem aktuellen und bei Bedarf auch
sehr schnellen Informationsmedium geworden, sondern sie sind auch ein Teil der
Schulidentität und verbinden alle Gruppen der "Schulgemeinde". Genauso tragen
sie auch zur Außendarstellung unserer Schule bei. Leserschaft und Redaktion
werden sicher das ihre dazu tun, dass das auch in Zukunft so bleibt. Hier reihe ich
mich auch weiterhin gerne mit ein.


Eine frohe und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit wünsch Ihr / Euer Andreas
Völp.


2. "Unterrichtsgarantie Bluff"


Momentan keine Ausgabe der E-News ohne das Thema Unterrichtsgarantie plus
("U+"). Sorgt schon das Programm an sich für Dauerunruhe, kommt jetzt eine
"besonders perfide Bluff-Variante" hinzu. So bezeichnet der Gesamtpersonalrat der
Lehrerinnen und Lehrer beim Staatlichen Schulamt Frankfurt am Main die
verwunderliche Tatsache, dass zwölf Wochen nach Anlaufen von U+ an die
Aushilfslehrpersonen noch immer kein Geld ausbezahlt wurde. In einer
Pressemitteilung des Vorsitzendenteams (Marianne Friemelt, Klaus Schermelleh,
Sebastian Guttmann) wird erneut das "Konzept" von U+ aufs Schärfste kritisiert
und eine Lehrerzuweisung von 110% gefordert. Dann heißt es: "Dass der
Unterrichtsgarantie nicht das Etikett 'Plus', sondern vielmehr 'Bluff' angehängt
werden muss, wird durch diese Vorkommnisse (gemeint sind die noch nicht
erfolgten Zahlungen, die Red.) eindrucksvoll bestätigt ... Dass nunmehr die
Aushilfskräfte noch nicht einmal zeitnah zu ihrem Einsatz ihr Geld bekommen, ist
eine neue, aber besonders perfide Bluff-Variante. Personen in prekären
Arbeitsverhältnissen und besonders schwierigen sozialen Lagen ihre Bezahlung
wochenlang vorzuenthalten, entbehrt jeglichen Bewusstseins von Fürsorgepflicht
und offenbart die Unfähigkeit der Landesregierung, Probleme kompetent und
professionell zu lösen." In der Rahmenvereinbarung, die jede Aushilfskraft
unterschreiben muss, heißt es allerdings: "Die Vergütung wird nach Ableistung der
jeweiligen Unterrichtsstunde jeweils nachträglich monatlich bargeldlos, spätestens
am Ende des übernächsten Kalendermonats" ausgezahlt. Das haben wohl die
meisten der hessenweit ca. 5000 Aushilfen nicht wahrgenommen und wundern sich
jetzt über die noch nicht erfolgten Zahlungen. Das Kultusministerium begründet:
"Wegen des komplizierten Abrechnungsverfahrens ging das nicht anders..." Wilfried
Volkmann, Vorsitzender des Stadtelternbeirats, nennt den Vertrag einen Verstoß
"gegen die guten Sitten". Wir Berichterstatter fragen uns, wenn schon dies nicht
funktioniert - was passiert im Ministerium, wenn es wirklich kompliziert wird?


U+ ist inzwischen auch Thema beim so genannten "Stadtgespräch" der Frankfurter
Rundschau. Dort hat Liebigschulelternbeiratsvorsitzende (schönes Lernwort -
didaktisch sehr wertvoll!) Siegwart Eller in einem Beitrag kurz das an unserer
Schule angebotene Mathelabor vorgestellt und hervorgehoben, dass damit eine
individuelle Förderung von SchülerInnen ermöglicht und das selbstständige Lernen
verstärkt wird. Damit verbunden hat Sigi Eller die Forderung, dass solche Modelle
im Rahmen von U+ als Ersatz für ausgefallene Unterrichtsstunden anerkannt
werden sollten. Dafür gab es allenthalben viel Zustimmung - selbst vom
anwesenden Vertreter des Kultusministeriums. Man sollte solche Modelle sicherlich
nicht nur an der Liebigschule weiter entwickeln und finanziell fördern.


3. Mittagessen in der Liebigschule - aktueller Stand


Dass vielleicht schon bald an allen Frankfurter Schulen eine preiswerte und
gesunde Essensversorgung möglich sein wird, ist zu einem erheblichen Teil der
"Gruppe Mittagessen" sowie dem Schulelternbeirat der Liebigschule zu verdanken,
die sich aufopferungsvoll u. a. des Themas "Mittagessen an Frankfurter Schulen"
angenommen haben. Für die im Ortsbeirat 7 vertretenen Fraktionen hat der
Schulelternbeirat (Siegwart Eller, Brigitte Marställer-Mosler) einen Antragsentwurf
verfasst, der folgende Hauptforderungen enthält:


- Die Eltern der Frankfurter Schulen sollen Mitsprache bei der Wahl des an der
Schule ihrer Kinder eingeführten Essenskonzepts haben und vor allem den
Caterer nach ihren Qualitätskriterien aussuchen dürfen, wenn dieser Caterer
sich im finanziell vernünftigen Rahmen (derzeit bis max. 3 Euro) bewegt.


- Die Stadt trägt alle Nebenkosten für Energie, Heizung, Wartung und Entsorgung
selbst und legt sie nicht über den Caterer auf den Essenspreis um.


- In Absprache mit den Schulen beauftragt die Stadt einen Träger mit der
Organisation und Ausgabe des Essens und übernimmt die entsprechenden
Personalkosten.


- Die Stadt sucht nach Möglichkeiten, das Mittagessen an ihren Schulen zu
subventionieren, wie es in vielen Kommunen außerhalb Frankfurts gang und
gäbe ist.


Erfolg nur fünf Tage später: Ein gemeinsamer Haushaltsantrag der SPD,
Bündnis90/Die Grünen und Farbechten-DIE LINKE.WASG. Der Ortsbeirat bittet die
Stadtverordnetenversammlung, den Beschluss zu fassen, dass in den Haushalt
ausreichende Mittel eingestellt werden, um allen Frankfurter Schulen mit
Ganztagsangebot eine dezentrale, preiswerte und gesunde Essensversorgung zu
ermöglichen. Weitere Forderungen: Elternmitsprache bei der Wahl des
Essenskonzepts, Essenspreis in einem vernünftigen Rahmen (derzeit 3 Euro), die
Stadt trägt alle Nebenkosten für Energie, Heizung, Wartung und Entsorgung, in
Absprache mit den Schulen beauftragt die Stadt einen Träger mit der Organisation
und Ausgabe des Essens und übernimmt die entsprechenden Kosten. Der Magistrat
soll zeitnah ein Konzept vorlegen, in welcher Höhe das Mittagessen an den Schulen
subventioniert werden kann, wie es in vielen Kommunen außerhalb Frankfurts gang
und gäbe ist (wem diese Formulierungen bekannt vorkommen, der hat in den
Absätzen weiter oben aufgepasst ;-)
.


Damit sind alle Hauptforderungen des Schulelternbeirats der Liebigschule in den
Haushaltseintrag eingeflossen. Wir sind gespannt, wie es weitergeht!


Vielleicht sollen dabei ja auch die 3,2 Millionen Euro weiterhelfen (oder zumindest
ein Teil davon), die Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, für die Einstellung
seines Verfahrens zahlen wird. Ein Teil dieses Geldes soll ja in soziale Töpfe
wandern. Wenn's dabei nur nicht manchem den Appetit verdirbt ...


Unterlagen und Korrespondenz zum aktuellen Planungsstand der
Mittagessensausgabe an der Liebigschule finten sich auf der Homepage des
Schulelternbeirats unter http://www.seb-liebig.de/infodetails.php?id=315.


4. Auszeichnung für die Liebigschule


Achtundsechzig hessische Schulen erhielten am 24. November vom hessischen
Umweltministerium die Auszeichnung "Umweltschule 2006 - Lernen und Handeln
für unsere Zukunft". Auch unsere Liebigschule wurde - gemeinsam mit fünf
weiteren Frankfurter Schulen (Comeniusschule, Pestalozzischule, Peter-Petersen-Schule, Wöhlerschule, Franz-Böhm-Schule) - ausgezeichnet. Den Titel für
ökologische Bildungsarbeit erhielt die Liebigschule für den Erwerb des Öko-Audits.
Die Auszeichnungen wurden in der Gesamtschule Fuldatal-Ihringshausen vergeben,
wo die teilnehmenden Schulen ihre Projekte auf Plakaten und Stellwänden
präsentiert hatten.


5. Musikalischer Adventsgottesdienst am Montag, 18.12., 19.00 Uhr in St.
Antonius, Alexanderstraße 25 (von Bodo Meier-Böhme)


Wie in jedem Jahr feiert die Liebigschule auch in diesem Advent wieder einen
Ökumenischen Gottesdienst. "Keine Atempause" wird das Thema sein und die
Entwicklung unserer Schule in der hessischen bildungspolitischen Landschaft in
diesem Jahr versuchen nachzuzeichnen. Unterrichtsgarantie Plus, Landesabitur,
Ganztagsschule, Mittagsangebote stellen dabei ebenso Stichworte dar wie
Perspektiven für Jugendliche und die Frage der Gewalt an Schulen. Der "Lobgesang
der Maria" bei Lukas wird dazu an zentraler Stelle stehen. Musikalisch umrahmt
und begleitet wird der Gottesdienst von verschiedenen musikalischen Gruppen
unserer Schule unter der Leitung von Markus Meier und Christoph Klüh. Alle
Mitglieder der Schulgemeinde mit ihren Familien und Freunden werden von den
Fachkonferenzen "Religion" sehr herzlich zu diesem Gottesdienst eingeladen, der
von Reinhild Niklas und Bodo Meier-Böhme geleitet wird.


6. Verfassungsklage gegen Studiengebühren


Die hessische Landesregierung hat im Oktober das hessische
Hochschulbeitragsgesetz verabschiedet. Dieses verpflichtet die Studierenden, ab
dem Wintersemester 2007/08 Studiengebühren in Höhe von 500,- Euro zu zahlen,
wobei es nur wenige Ausnahmen von dieser Regelung geben soll. Die Aktionen der
Studierenden gegen dieses Gesetz werden im Rahmen eines Aktionsbündnisses in
Frankfurt, bestehend aus den Allgemeinen Studierendenenausschüssen ("Asten")
der Fachhochschule und der Universität, des StadtschülerInnenRates, der
Gewerkschaften und auch des Stadtelternbeirats Frankfurt, unterstützt. Angestrebt
wird jetzt ein Normenkontrollverfahren. Wenn 1% der hessischen
Wahlberechtigten, das sind 43308 Bürgerinnen und Bürger, ein entsprechendes
Formular unterschrieben haben, kann Verfassungsklage, bezogen auf das
Studienbeitragsgesetz vor dem Staatsgerichtshof, eingereicht werden.


An der Verfassungsklage gegen das Hessische Studienbeitragsgesetz sollte sich
zumindest beteiligen,


- wer von den volljährigen Liebig-SchülerInnen später studieren möchte und sich
dem Studium und nicht irgendwelchen der z. Zt. immer schlechter bezahlten
Hilfsjobs zur Studienfinanzierung widmen möchte;


- wer von den Liebigeltern meint, dass er eigentlich (vielleicht dank eines
Studiums) schon eine ganze Menge Steuern zahlt und auf eine
'Mein-Kind-studiert-Strafsteuer' verzichten möchte;


- wer von den Liebig-LehrerInnen seinen/ihren Schülerinnen und Schülern ein
öffentlich finanziertes Studium wünscht, wie sie/er es selber genossen hat; -
wer auch von den betroffenen Opas, Omas, Onkeln, Tanten, älteren
Geschwistern, FreundInnen usw. Studiengebühren für das falsche, weil völlig
ungenügende Instrument hält, um der Finanzmisere der hessischen
Universitäten beizukommen -


denn sonst sind ab Wintersemester 2007/08 500 Euro zusätzlicher Gebühren pro
Semester fällig!


Das Formular wurde mit dem Wahlamt und Anwälten abgestimmt. Wichtig: Dieses
Antragsformular zur Verfassungsklage gegen Studiengebühren muss beim
Bürgeramt unterschrieben, dort beglaubigt und überprüft werden. Diese Aktion ist
gebührenfrei! Da die Mehrheit der SchülerInnen noch keine 18 Jahre alt und damit
auch noch nicht wahlberechtigt ist, sind hier die Eltern gefordert. Macht also etwas
Mühe, weil man sich selbst zum Amt begeben muss. Auf jeden Fall also den Antrag
erst dort unter den Augen des Sachbearbeiters unterschreiben! Alle Infos unter
www.verfassungsklage-bildung.de.


7. Stadtelternbeirat findet Schulplanung o. k.


Abgesehen von einigen Details ist der Stadtelternbeirat mit dem neuen
Schulentwicklungsplan für allgemeinbildende Schulen zufrieden. "Wir wurden von
Anfang an in die Diskussion einbezogen, das ist hessenweit einmalig", lobt
Beirats-Vorsitzender Winfried Volkmann das Vorgehen von Bildungsdezernentin
Jutta Ebeling (Grüne). In der Sitzung des Schulbeirats habe er am Dienstag deshalb
dem Schulentwicklungsplan zugestimmt.


Es gibt aber auch Kritik. So wird es im Frankfurter Westen zunächst keine
Integrierte Gesamtschule (IGS) geben, es soll aber ein "Runder Tisch" eingerichtet
werden, an dem über das weitere Vorgehen gesprochen wird. Besonders kritisiert
der Elternbeirat die geplante Schließung der Käthe-Kollwitz-Schule in Zeilsheim
und die Entwicklung am Riedberg, wo in einigen Jahren ein Gymnasium mit
naturwissenschaftlichem Schwerpunkt entstehen soll. "Was passiert dann mit der
ebenfalls naturwissenschaftlich ausgerichteten Otto-Hahn-Schule in
Nieder-Eschbach?", fragt sich Volkmann.


8. Stadtteil-Botschafterinnen und -botschafter gesucht!


Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main schreibt ein neues
Stipendien-Programm mit dem Titel Stadtteilbotschafter" aus. Die Stiftung sucht
junge Frankfurter im Alter von 17 bis 27 Jahren, die sich in ihrem Stadtteil für
Andere engagieren und die eine eigene Idee für ihren Stadtteil verwirklichen
wollen. Die Stiftung möchte sie als Botschafter ihres Stadtteils gewinnen und sie
mit einem umfassenden Stipendienangebot bei der Verwirklichung ihrer Idee
unterstützen. In jedem Frankfurter Stadtteil wird ein "Stadtteilbotschafter" gesucht.
Durch das Programm werden Initiative und Verantwortung vor Ort gefördert.


Nähere Infos unter www.sptg.de.


9. Die 15 Gebote des Lernens (zum Vortrag von Prof. Dr. Peter Struck am 15.
November 2006)

(Beitrag von Ulla Gast)


Sagt die Lehrerin zu Fritzchen: "Auf einem Dach sitzen drei Tauben. Wenn du eine
davon abschießen würdest, wie viele Tauben wären dann noch auf dem Dach?"


"Keine mehr", antwortet Fritzchen, "denn die anderen wären ja auch verscheucht."


"Das ist zwar nicht die Antwort, die ich erwartet habe", sagt die Lehrerin daraufhin,
"aber mir gefallen die Gedanken, die du dir machst, Fritzchen."


"Dann habe ich für Sie auch eine Aufgabe", fährt Fritzchen fort. "Stehen drei
Damen vor einem Eissalon mit einem Eis in der Hand. Die eine beißt in ihr Eis
hinein, die zweite isst es stückchenweise, die dritte lutscht daran. Welche von
ihnen ist wohl verheiratet?"


Die Lehrerin errötet und antwortet: "Na, die dritte."


"Falsch!", triumphiert Fritzchen. "Natürlich die mit dem Ehering, Frau Lehrerin.
Aber mir gefällt, welche Gedanken Sie sich machen."


Dieser Witz, als humorvolle Einlage in den überaus informativen und auch sonst
unterhaltsamen Vortrag eingearbeitet, kennzeichnet nach Prof. Struck unsere
Schüler-Lehrer-Haltung. Selbst einst Haupt- und Realschullehrer, belässt es der
Hamburger Wissenschaftler in seiner zweistündigen Präsentation nicht bei der Kritik
am deutschen Schulsystem, sondern er weist Lösungswege auf und skizziert somit
die Schule der Zukunft. Ergebnisse aus der Hirnforschung zum Lernverhalten sowie
internationale Studien u. a. zu Lernbedingungen sind Grundlagen des neuen
Konzepts, das u. a Folgendes postuliert:


- "Teachers as learners" (wie in Finnland), die bis zur 8. Klasse auch ein Fach
unterrichten, das sie nicht studiert haben, um selbst mitzulernen;


- Doppelbesetzung zum "Lastenausgleich" und besseren Austausch;


- Abschaffung des 45-Minuten-Takts zugunsten einer wirklichen, auch an
biologischen Lernphasen orientierten, Rhythmisierung (genau das gab es schon
mal an Hessens Grundschulen; die Rhythmisierung des Unterrichts wurde als
eine der ersten Amtshandlungen der Regierung Koch in ihrer ersten
Legislaturperiode postwendend wieder abgeschafft);


- weg von übertriebener Fehler- und Beurteilungskultur, und hin zu individuellen
Lernwegen.


Vergleichsstudien in vierzig Ländern belegen, dass deutsche Schulen im
besonderen Maße ausgrenzen. Auch der Zusammenhang zwischen Leistung und
Familiensozialisation wird bei uns besonders deutlich.


"Die 15 Gebote des Lernens. Schule nach Pisa" (Wissenschaftliche
Buchgesellschaft) von Prof. Dr. Peter Struck zeigen auf, wie auch dieses Dilemma
zu meistern wäre.


Unter www.familienkongress.de/fk06/04_13.php kann man sich den Vortrag "Wie
kooperieren Eltern und Lehrer optimal zugunsten des Kindes?" (ebenfalls Prof.
Struck) herunterladen.


10. Verkehrschaos


Rund um die Liebigschule hat sich die Verkehrssituation seit einiger Zeit erheblich
verschärft, Parkplätze und Haltemöglichkeiten für Autos sind absolute Mangelware.
Groteske Situationen häufen sich: So wird doch tatsächlich von Eltern berichtet, die
ihre Kinder nicht nur vor der Toreinfahrt absetzen, was ja auch so schon genug
Chaos erzeugt, sondern sogar bis auf das Schulgelände vorfahren. Was folgt,
können Sie sich leicht ausmalen: Kaum noch ein Vor und Zurück möglich, auf dem
Schulgelände treffen munter Eltern- und Lehrerautos mit Fahrrad fahrenden (!)
SchülerInnen und FußgängerInnen zusammen. Schön, wenn Sie gut Auto fahren
können und alle Fahr- und Wendemanöver bestens beherrschen. Aber wir
appellieren nochmals an Ihre Vernunft: Wenn Sie Ihre Kinder mit dem Auto zur
Schule bringen, setzen Sie - wenn es irgendwie möglich ist - Ihre Sprösslinge bitte
schon an der Parkbucht Westhausen, am Friedhof, ab. Die paar Schritte zur Schule
schaden fast niemandem, und es hat für Sie den Vorteil, dass Sie dort direkt
drehen und Richtung Ludwig-Landmann-Straße zurückfahren können.


11. Neue Verordnungen zum Thema Legasthenie werfen Fragen auf


Am 1. August ist die "Verordnung über die Förderung von Schülerinnen und
Schülern mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen (VO
LRR)"
vom 18.05.2006 und der Erlass "Nachteilsausgleich für Schülerinnen und
Schüler mit Funktionsbeeinträchtigungen, Behinderungen oder für Schülerinnen
und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder
Rechnen"
vom 18.05.2006 (Erlass NTA) in Kraft getreten. Leider werfen beide
Texte viele Fragen auf. Ungenaue Formulierungen erschweren die Umsetzung in
der Schule und verunsichern Eltern und Lehrer. Anträge müssen gestellt, Fristen
eingehalten werden. Die Dokumentation der erfolgten Förderung muss lückenlos
sein – viele Fehler sind hier möglich.


Wer hierzu Rat und Hilfe sucht, kann sich u. a. an den Landesverband Legasthenie
und Dyskalkulie Hessen e.V. wenden (
www.lvl-hessen.de)


12. Kurz und knapp aus dem Kultusministerium


- 10. November: Kultusministerin Karin Wolff und die Evangelische
Fachhochschule Darmstadt haben eine Rahmenvereinbarung zum Durchführen
praktischer Studiensemester unterzeichnet. StudentInnen des integrierten
Studiengangs Soziale Arbeit der Ev. FHS Darmstadt erhalten danach für ihre
Praktikumszeiten (sechs Monate) im Rahmen der neuen einphasigen Ausbildung
eine Vergütung von monatlich 500,- Euro.


- 16. November: Das KM informiert Schulleitungen über die Buch-Gutschein-Aktion zum Welttag des Buches am 23. April 2007. Die Aktion betrifft alle
Fünftklässler in Deutschland, sie erhalten über den örtlichen Buchhandel ein
Exemplar des Welttagsbuchs "Ich schenk dir eine Geschichte" kostenlos. Es
handelt sich dabei um eine gemeinsame Initiative des Börsenvereins des
Deutschen Buchhandels und seiner Landesverbände, der Verlagsgruppe Random
House / Omnibus Verlag, der Stiftung Lesen sowie der Deutsche Bahn AG und
des ZDF. Die Kinder erhalten ihr persönliches Exemplar in ihrer Buchhandlung
gegen Vorlage eines Gutscheins. Weitere Infos:
www.ich-schenk-dir-eine-geschichte.de


- 18. November: Mit Ende des Schuljahres 2005/2006 wurde die Pilotphase der
Schulinspektion in Hessen abgeschlossen. Ergebnisse und Analysen der
Pilotphase liegen nun in Form eines
Pilotisierungsberichtes vor.


- 22. November: War ja spektakulär durch die Medien gegangen - mit einem 100
Kilogramm schweren Schultresor waren Matheaufgaben für den Hessischen
Mathematikwettbewerb aus der Oberurseler Erich-Kästner-Schule geklaut
worden! Für die erste Runde des Hessischen Mathematikwettbewerbs
2006/2007 wurden binnen weniger Tage neue Aufgaben gestellt. Ein "Kraftakt",
wie das KM mitteilt. Die erste Runde des Mathewettbewerbs kann also am 7.
Dezember planmäßig starten. Zum Üben unter
www.mathematik-wettbewerb.de
die Aufgaben der Vorjahre...


- 23. November: Leider in diesem Monat wieder mit einem ganz aktuellen Bezug:
Thema Verrohung und Gewalt an Schulen. Karin Wolff setzt auf bewährte und
neue Maßnahmen gegen Verrohung und Gewalt an hessischen Schulen. Speziell
das "Buddy-Projekt" (landesweite Einführung an 250 weiterführenden Schulen),
"PIT" (Prävention im Team von Schule, Polizei und Jugendhilfe) und Mediation
und Schulprogramm sowie Mediation und Partizipation - Modelle also zum
konstruktiven Bearbeiten von Konflikten an Schulen.


13. Aktuelles "Liebig-aktuell"


Die November-Ausgabe von "Liebig-aktuell", dem "offiziellen" Mitteilungsblatt der
Liebigschule, ist unter
www.schulserver.hessen.de/frankfurt/liebig/liebigaktuell/LA_22_w.pdf abrufbar.


14. Veranstaltungskalender


- Der Hausterminplan der Liebigschule kann hier abgerufen werden.


- Am 8. Dezember, 18.00 Uhr, liest die ehemalige Herderschülerin Stefanie Zweig
in der IGS Herder aus ihrem Roman "Vivian und ein Mund voll Erde". Die
Veranstaltung findet in der Aula der IGS Herder statt, der Eintritt ist frei.
Weiteres Programm: Kenianische Kinderlieder, Stefanie Zweig beantwortet
Fragen, Autogrammstunde mit Stefanie Zweig, Afrikanisches Fingerfood.
(Wittelsbacherallee 6-12, 60316 Frankfurt, Tel.: 069-21 23 53 34,
www.igs-herder.de)


- Vor-Vorankündigung: Tag der offenen Tür in der Liebigschule, Samstag,
10.02.2007


15. Neues aus der SV / Nachrichten aus der Schülerschaft


- -Seit Mittwoch, den 15. November, gibt es an der Liebigschule wieder eine
Schülerzeitung. Sie heißt Comédie Divine, entsteht in Zusammenarbeit von
SchülerInnen der Liebigschule, der Freiherr-vom-Stein-Schule, des Gagern-Gymnasiums und der Europäischen Schule Frankfurt und wird künftig alle zwei
Monate erscheinen. Die erste Ausgabe bietet u. a. folgende Themen: U+ und
Studiengebühren als Hauptthemen, dazu etliche Musikrezensionen,
Restaurantkritiken und weitere interessante Artikel. Bisher am beliebtesten: Der
Modeartikel, der es durch seinen ganz eigenen Stil vielen LeserInnen besonders
angetan hat. Erhältlich ist die Comédie Divine in der Pausenhalle und später bei
der SV zum sehr moderaten Preis von 1,- Euro (LehrerInnen und Eltern zahlen
nur 2,50 Euro). Empfehlenswert!


- Die Betreiber der Liebigschüler-Homepage www.liebigschueler.net suchen
Moderaturen für das Forum der Site sowie News-Redakteure. Wer Interesse hat.
möge einfach mal auf der Homepage nachschauen.


16. Neues auf der Homepage (www.seb-liebig.de)


Im "öffentlichen" Bereich der Homepage wurden neu eingestellt, bzw. aktualisiert:


- Stellungnahme und Dokumentation des Schulelternbeirats zur
"Unterrichtsgarantie plus".


- Protokoll des Deutsch-Französischen Eltern-/Schüler-Treffens vom 12.11.06


- Korrespondenz und Unterlagen zum aktuellen Planungsstand der
Mittagessensausgabe an der Liebigschule


Im "internen" Bereich wurden neu eingestellt oder aktualisiert:


- Protokoll der Schulelternbeiratssitzung vom 10. Oktober 2006


- Protokoll der Sitzung der Pädagogischen Planungsgruppe vom 21. September
2006


In den "schulinternen" Bereich der Homepage gelangt man nach Anmeldung mit
Benutzername und Passwort - gibts für Liebig-Eltern, Schülerinnen/Schüler und
Lehrerinnen/Lehrer bei jedem Elternbeirat und bei der e-News-Redaktion unter
e-news@seb-liebig.de. Die als "intern" markierten Artikel erscheinen dann gelb
unterlegt.


17. Zitat des Monats


"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht." (Franz Kafka)


18. Link des Monats


Arme Randgruppe: http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,13944,00.html



Die Redaktion der E-News wünscht allen Leserinnen und Lesern schöne
Weihnachtsferien, ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest sowie einen guten
Rutsch ins neue Jahr - hoffentlich ohne unfreiwillige Rutschpartien!


... und bitte daran denken: Der nächste Redaktionsschluss der e-News kommt
bestimmt - und zwar am 31. Dezember (trotz Ferien - kein Witz ;-). Beiträge für die
nächste Ausgabe bitte zu diesem Termin einsenden.



Liebe Grüße

Horst Cremer-Gast, Thomas Krenzer & (letztmalig) Andreas Völp



e-news.liebigschule -

Der Newsletter des Schulelternbeirats

der Liebigschule in Frankfurt am Main

eMail
e-news@seb-liebig.de

Homepage
http://www.seb-liebig.de


Datum:  01.12.2006
eingestellt von:


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