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Chancenspiegel - Bildungschancen Hessen



Und die Zusammenfassung der DPA:




BildungBildungschancen in Hessen ungleich verteilt


Hessens Schulsystem macht Fortschritte bei der Bildungsgerechtigkeit. Doch beim einzelnen Schülerschicksal spielt nicht nur die Familie, sondern auch der Wohnort eine große Rolle.

Im hessischen Schulsystem sind die Bildungschancen regional unterschiedlich verteilt. In einigen Regionen, etwa dem Speckgürtel um Frankfurt, wechseln zwei von drei Kindern nach der Grundschule aufs Gymnasium. Im Norden und Osten des Landes kommt nur eins von drei Kindern aufs Gymnasium. Das geht aus dem jährlichen Chancenspiegel hervor, den die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh am Donnerstag vorstellte.


Gestützt auf Daten für 2012 bescheinigt die Studie den hessischen Schulen insgesamt Fortschritte in der Bildungsgerechtigkeit. Dazu rechnet die Stiftung den Anteil von Ganztagsschülern, der in Hessen auf 39,4 Prozent stieg. Gebundene Ganztagsschulen könnten am ehesten die Nachteile von Kindern ausgleichen, die von ihren Familien nur geringe Unterstützung bekommen, sagte Stiftungsvorstand Jörg Dräger.

Der Anteil der Gymnasiasten an den Fünftklässlern machte in Hessen 46,2 Prozent aus, mehr als im Bundesdurchschnitt (42,9 Prozent). Regional lag die Bandbreite zwischen 32,4 und 63,3 Prozent. Viele Gymnasiasten gab es im Rhein-Main-Gebiet in den Kreisen Main-Taunus, Hochtaunus, Wetterau und Bergstraße. Am geringsten war der Anteil in den Landkreisen Werra-Meißner, Fulda, Vogelsberg und Marburg.

Der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss sank 2012 auf 5,4 Prozent und lag niedriger als im Bundesdurchschnitt (6,0 Prozent). Allerdings brachten in manchen Regionen die Schulen jeden zehnten Schüler nicht zum Hauptschulabschluss, in anderen scheitert nur jeder 30. Gut schnitten erneut Hochtaunus und Main-Taunus ab, ebenso Hersfeld-Rotenburg und Fulda. Am Ende der Skala lagen Werra-Meißner, Waldeck-Frankenberg und die Großstädte Kassel, Offenbach, und Wiesbaden.

Negativ für Hessen zu Buche schlug ein hoher Anteil von Sitzenbleibern. Positiv wertete die Stiftung den geringen hessischen Anteil an Förderschülern.

(dpa)




Datum:  18.12.2014
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